Die jungen Gesichter der Jugendjobbörse – Teil I

Die JNW Jugendjobbörse vermittelt leichte Arbeiten an Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren während der Freizeit und Ferien. Nebst einer Entlöhnung profitieren Jugendliche von sinnvollen Arbeitseinsätzen und gezielter Begleitung auf ihrem Weg in die Berufswelt. Die Portraitreihe „Die jungen Gesichter“ zeigt Jugendliche, die von der Jugendjobbörse für Taschengeldjobs oder Ferienjobs vermittelt wurden. Dabei berichten sie über ihre Erfahrungen.

Roy ist 15 Jahre alt und wohnt in Diepoldsau. Seit gut drei Monaten ist er bei der Jugendjobbörse aktiv und hat bisher vier Taschengeldjobs erledigt. Er ist ein aufgeschlossener, motivierter und freundlicher Junge, der klare Vorstellungen von seiner Zukunft hat.

Auf die Frage, wie er zur Jugendjobbörse gekommen ist, berichtet er:

„Damals sass ich mit meinen Eltern zu Hause beim Nachtessen. Wir haben darüber gesprochen, dass ich etwas dafür tun möchte, um meine eigenen Wünsche zu erfüllen. Danach bin ich über das Internet auf die Jugendjobbörse aufmerksam geworden.“

Da er als 14-jähriger bereits Kontakt mit dem Jugendnetzwerk beim Babysitterkurs in Balgach hatte, registrierte er sich für die Jugendjobbörse. Nach dem Erstgespräch, bei dem er über die Vorgehensweise informiert wurde, bekundete er direkt sein Interesse an einem Taschengeldjob und bewarb sich dafür.

„Mein erster Job war das Verteilen von Plakaten in der Gemeinde Diepoldsau. Danach habe ich gemeinsam mit einem anderen Jugendlichen bei einer Auftraggeberin Holzbrickets im Lagerraum verstaut. In den Herbstferien putzte ich diverse Fenster bei einer älteren Person und konnte einer Dame aus Widnau helfen, ihre Fragen zu ihrem Smartphone zu beantworten. Dabei erklärte ich ihr, wie sie die Dinge umsetzen kann und sie wendete es direkt an.“

Roy gefällt es, so mit Menschen in Kontakt zu treten und ihnen eine Freude zu bereiten. Wichtig ist ihm, aufgeschlossen gegenüber Menschen zu sein und selber etwas zu tun, um die eigenen Ziele und Wünsche zu erreichen. Die Entscheidung, bei der Jugendjobbörse mitzumachen, empfindet er als sehr positiv.

Bei der Jugendjobbörse bewerben sich Jugendliche bei Interesse auf einen Taschengeldjob. Nach einem persönlichen Gespräch mit der Jugendjobbörse erhalten die Bewerber*innen eine Zu- oder Absage. Nicht alle Jobs, für die sich Roy beworben hat, hat er auch bekommen. Für ihn ist das nicht so schlimm, erzählt er mit einem Lächeln im Gesicht.

 

 

„Eine Absage ist gleichzeitig Motivation für mich, es beim nächsten Bewerbungsgespräch noch besser zu machen. Den Willen zu haben, dran zu bleiben und dafür belohnt zu werden, motiviert mich. Und Menschen eine Freude zu machen umso mehr.“

Ein herzliches Dankeschön an Roy und allen auftraggebenden Personen, die mit ihren Taschengeldjobs und Ferienjobs die Jugendlichen aus dem Mittelrheintal unterstützen und so einen Beitrag für die JNW Jugendjobbörse leisten.

Infobox JNW Jugendjobbörse
Die Jugendjobbörse vermittelt kostenlos leichte Arbeiten von Privatpersonen oder Firmen an Jugendliche aus dem Mittelrheintal. Nach vorheriger Auftragsklärung unter der Berücksichtigung des Jugendarbeitsschutzes durchlaufen die Jugendlichen einen kurzen Bewerbungsprozess bei der Jugendjobbörse. Nach dem Auswahlverfahren treten die Jugendlichen direkt mit dem/der Auftrageber*in in Kontakt und führen den Auftrag aus. Anschliessend meldet sich die Jugendjobbörse bei der auftragebenden Person und holt sich Rückmeldung über den Einsatz des/der Jugendlichen. Der Abschluss eines Taschengeldjobs oder Ferienjobs stellt ein Feedbackgespräch des/der Jugendlichen mit der Jugendjobbörse dar.

 

 

Zeichen für mehr Mitbestimmung

Jugendliche sind aktive und regelmässige Nutzer des öffentlichen Raumes, und trotzdem fühlen sie sich zum Teil unwohl darin. Um mehr Partizipation und Dialog einzufordern, setzen sieben junge Widnauerinnen ihr Zeichen.

 

 

Dieser Satz ist einer von Dreien, die am Donnerstagabend mit Kreidespray im öffentlichen Raum angebracht wurden.

„Wenn wir als Jugendliche uns mit Freunden irgendwo treffen, dann werden wir häufig schräg angeschaut“.

Unwissen über die Bedürfnisse von Jugendlichen und eine einseitige mediale Aufmerksamkeit unterstützen hier Vorurteile. Dabei ist gerade der öffentliche Raum ein wichtiger und zentraler Lernraum für das Verständnis eines demokratischen Zusammenlebens. Häufig sind die Anliegen von Jugendlichen aber nicht in die Überlegungen von Architektur oder Eigentümer der Orte miteinbezogen. Auf diesen Umstand will die Aktion der jungen Widnauerinnen, begleitet durch das Jugendnetzwerk SDM, aufmerksam machen. Sie wünschen sich mehr Partizipation und Dialog, wenn es um die Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raumes geht.

 Das Jugendnetzwerk SDM hat die sieben jungen Widnauerinnen bei Ihrer Aktion begleitet. Im Vorfeld fanden rege Diskussionen über eine geeignete Formen der Wortmeldung und mögliche Konsequenzen statt. Die Abklärungen der rechtlichen Situation waren ebenso Gegenstand unseres Auftrages, wie auch die inhaltliche Begleitung und Befähigung. Die Jugendlichen haben sich einstimmig für die Kreidespray-Aktion entschieden. Die Wortmeldung wird nun an die Jugendkommission Widnau getragen. 

Start offene Werkstatt am 8. November

Kinder und Jugendliche können im JNW-Makerspace Mittelrheintal ab dem 8.11.2017 jeden Mittwoch von 14 bis 18 Uhr an ihren eigenen Ideen frei tüfteln, gestalten und forschen.

Ein Raum zum digitalen und analogen »Machen«, kreativen Denken, Tüfteln und Experimentieren! Im Makerspace finden Kinder und Jugendliche Verbrauchsmaterial, Werkzeuge und Geräte in den Bereichen Elektronik, Informatik, Holz-, Metall-, Kunststoff- und Textilbearbeitung sowie Platz zum Malen und Reparieren.

Für die ersten Schritte stehen Selbstlernmaterialien, sowie die Unterstützung der Jugendarbeiter zur Verfügung.

Herzlich willkommen im Team; Melanie Kindlhofer

Per 1. Oktober 2017 hat Melanie Kindlhofer ihre Arbeitsstelle beim Jugendnetzwerk SDM angetreten. Sie arbeitet hauptsächlich in der Gemeinde Berneck, übernimmt die operative Verantwortung für den Jugendtreff und studiert berufsbegleitend Soziale Arbeit an der Fachhochschule in St. Gallen. Melanie Kindlhofer ist beim Jugendnetzwerk SDM von Mittwoch bis Freitag erreichbar. Wir freuen uns über den Team-Zuwachs und wünschen einen spannenden und erfreulichen Start.

 

Erlebnisreiche Herbstferien gehen zu Ende

In den vergangenen 3 Wochen erlebten Kinder und Jugendliche aus dem Mittelrheintal ein kunterbuntes und erlebnisreiches Herbstferien Programm. Der Ferienbeginn wurde an der legendären Pool Party im Hallenbad Balgach gefeiert. Beim Beauty Tutorial Workshop zeigte die junge Fotografin Viviane den Teilnehmerinnen, auf was es ankommt, wenn ein eigenes Tutorial erstellt wird. Während des diesjährigen Tüftelcamps konstruierten und planten junge Erfinderinnen und Erfinder eine eigene Zirkusaufführung. Bei der anschliessenden Premiere im Makerspace Mittelrheintal waren Eltern, Grosseltern, Geschwister, Freunde und Schaulustige mit anschliessendem Aperó eingeladen. Neue Babysitter wurden während 2 Tagen vom Schweizer Roten Kreuz ausgebildet. Beim Ausflug zu TVO/FM1 blickten die jungen Radiomoderatorinnen und Radiomoderatoren von morgen hinter die Kulissen und konnten unter anderem das Anmoderieren von einem Song erproben. Der Workshop VR & AR – erweiterte Realität begeisterte die Teilnehmenden und zeigte praktische Möglichkeiten auf, diese Techniken einzusetzen. Im selbstgemachten Kurzfilm im Rahmen des Film Workshop verzaubert eine junge Hexe spielende Kinder mit magischen Fähigkeiten. Spannende Matches gab es beim Fifa und Dart Turnier, bei denen die neuen Champions erkoren wurden. Der Skills Park in Winterthur bot  viel Action und Spass. Zum Abschluss trafen Experten auf junge Talente beim dreitägigen Raspberry Pi Workshop. Experte Roger Weihrauch, Elektromechaniker und IT Support Engineer lieferte das richtige Hirnfutter für die so ersehnten „Fachkräfte von morgen“.

Wir freuen uns sehr über die zahlreichen neuen Bekanntschaften, die vielen Begegnungen und das grosse Interesse. Rund 200 Kinder und Jugendliche ab der vierten Klasse bis und mit 3. Oberstufe nahmen an unseren Kursen und Ausflügen teil.

Wir danken herzlich allen engagierten Helferinnen und Helfern, Workshopleiterinnen und Workshopleitern sowie den Eltern, Kindern und Jugendlichen für das Interesse und die Teilnahme an unserem Herbstferien Programm 2017.

 

 

Rheintaler Team im Swiss Cup Finale

Am Swiss Cup 2017 kämpften am vergangenen Wochenende in Biel insgesamt 40 Teams mit rund 300 Kindern und Jugendlichen um den Schweizer Meistertitel im Strassenfussball. Mit dabei war auch das Team Balkan Kickers aus dem Mittelrheintal. Nach einer fulminanten Gruppenphase, in der sie alle Spiele mit einer grossartigen Mannschaftsleistung für sich entscheiden konnten, zogen sie souverän als Gruppenerster ins Viertelfinale ein. Nach einem klaren 4:0 folgte das Halbfinale, welches sie ebenfalls gewinnen konnten. Gegen das Team Vietnam aus Bern, welches sie bereits in der Vorrunde mit 2:1 besiegen konnten, folgte das Finale in der Alterskategorie U16. Die Spannung war nun auf dem Höhepunkt angekommen. Nach einem Rückstand erzielten die Balkan Kickers mit einem scharfen Schuss von der Mittellinie den Ausgleich zum 1:1 erzielen. Kurz danach konnte das gegnerische Team das 2:1 erzielen, wodurch unser Team in den letzen 2 Minuten volles Risiko gingen und auf den Ausgleich zielten. Das Finale ging zwar mit 3:1 verloren. Dennoch bot das Team eine klasse Leistung.

 

Manege frei im Tüfteln Zirkus

Während der Herbstferien hat der Makerspace des Jugendnetzwerks SDM zum fünften Mal am nationalen TüftelCamp von tüfteln.ch teilgenommen. Unter dem Motto „Zirkus“ haben vom 10. – 13. Oktober elf Kinder und Jugendliche im Alter von 9 – 14 Jahren mit analogen und digitalen Werkzeugen sowie technischen und naturwissenschaftlichen Tricks einen ganzen Zirkus erschaffen.

 

Ermutigt, ihre Ideen nicht nur zu denken sondern auch in die Tat umzusetzen, haben sich die Teilnehmenden mit viel Freude und Fleiss dem Erfinden, Tüfteln und Ausprobieren gewidmet. Zirkusmanege, Artistinnen und Artisten aber auch das Licht und Toneffekte galt es eigenständig zu erfinden und selber zu bauen. Ausprobieren, Erfahrungen sammeln und neue kreative Lösungen finden spielen beim Tüfteln eine wichtige Rolle. Begleitet von zwei Junior-Coaches und zwei Jugendarbeitenden haben sich die Kinder und Jugendlichen den Herausforderungen des Erfindens gestellt.

 

„Diese paar Tage haben uns nicht nur sehr viel Freude bereitet, wir haben auch einiges dazugelernt. Im Wesentlichen den Umgang mit Kindern und Jugendlichen, was uns auch für unsere Zukunft ein kleines Stück weitergebracht hat. Durch das Erfinden und Basteln haben wir einen Eindruck davon erhalte, was Kinder in diesem Alter schon alleine zustande bringen und wo noch Hilfe benötigt wird. Die Aufführung planen, und dazu Regie führen hat uns gezeigt, wie viel Arbeit alleine hinter einer so kurzen Aufführung steckt. Es hat uns viel Spass gemacht für dieses Projekt zu arbeiten und wir freuen uns wieder einmal dabei sein zu dürfen.“

– Salome Wagner & Bertrand Hug Praktikanten der Kantonsschule Heerbrugg

Bei den Tüftelprofis über die Schulter schauen

Am Donnerstag wurde gemeinsam die Leica Geosystems AG in Heerbrugg besucht. Bei dem internationalen Hightech-Unternehmen konnte den erwachsenen Tüftelprofis über die Schulter geschaut und einiges selber ausprobiert werden. Mit der Besichtigung des Showroom, der Polymeca AG, der SwissOptic AG, der Technischen Services und der Geomatics Montage wurde uns ein spannender Einblick in die vielen Bereiche der Firmen ermöglicht. Eine GPS Schockoladensuche und Laser-Messparcour rundeten den Besuch zum spannenden Erlebnis ab.

„Ich bin begeistert von der Neugier der Kinder und Jugendlichen. So viele Fragen hat noch keine Gruppe gestellt – weder die Studierenden der Fachwissenschaften noch unsere neuen Mitarbeitenden. Echt Klasse.“

– Ines Geisler, Human Resource Manager, Leica Geosystems AG

Premiere des „Cirque de Catastrophe“

Anlässlich der grandiosen Premiere am Freitagnachmittag im „Cirque de Catastrophe“ empfingen die jungen Erfinderinnen und Erfinder rund 40 Eltern, Grosseltern, Geschwister, Freunde und Schaulustige zu einer zwanzigminütigen Zirkuspremiere mit anschliessendem Aperó. Begeistert wurde über die Woche berichtet, die Werkstatt im JNW-Makerspace und, mit viel Stolz, die eigenen Erfindungen präsentiert.

„Gefallen hat mir alles. Das Tüfteln, der Ausflug in die Leica und auch die Zirkusaufführung.
Ich würde auch wieder kommen, da ich es mega geil fand.“

– Tamino, Teilnehmer

 

Ein herzliches Dankeschön an Salome Wagner und Bertrand Hug, Schüler/in der Kantonsschule Heerbrugg, für ihr Wirken als Junior-Coaches und an die Leica Geosystems AG für die spannenden Einblicke und Gastfreundschaft. Namentlich Frau Monica Meni, Ines Geisler, Metka Majeric, Cornelia Dietz, Ezzedine Djerbi und Toni Schneider.

 

Tüfteln.ch
Während dem Tüftelcamp 2017 wurde an insgesamt elf Standorten in der ganzen Schweiz getüftelt und experimentiert und eine Zirkusshow vorgeführt. Das Camp findet jährlich statt und soll bei Kindern und Jugendlichen die Neugier und Freude an den sogenannten MINT-Berufen wecken.

Begegnungen, gute Drinks und viele Selfies

Drei Tage Moschti Fäascht, und das Jugendnetzwerk SDM mittendrin. Die KENNiDI-Bar ist zu unserer Freude auf grossen Anklang gestossen.

Am Freitag bei schlechtem Wetter noch eher verhalten, hat der Samstag alles aufgeholt. Ein Kommen und Gehen, KENNiDI-Drinks da und dort, Tschüttelen am Töggeli-Kasten, tolle Begegnungen und Gespräche und noch viel mehr Selfies an der Fotobox. Der Sonntag mit der Moschtiade hat einen gemütlichen Ausklang geboten. Wir haben uns riesig über das durchwegs tolle Publikum gefreut. Herzlichen Dank für euer Kommen.

Nächste Station: Swiss Cup

Gestern fand der Regio Cup Ostschweiz unter der Beteiligung von zwei Teams aus dem Mittelrheintal statt. In der Kategorie Mädchen U14 ging das Team Unicorn an den Start. Voller Motivation und mit viel Spass am Fussballspielen bestritten sie ihren ersten Regio Cup im Streetsoccer. Äusserst fair und mit guten Ballstafetten lieferten sie eine gute Leistung ab. Am Nachmittag kamen die erfahrenen Spieler des Teams Balkan Kickers in der Kategorie Jungs U16 an die Reihe. Nach einem holprigen Start konnten sie ihr Teamspiel stark verbessern, was sich auch im Fairplay widerspiegelte. Am Ende wurde es ganz knapp und bei der Rankverkündung von Gian Luca Casanova von der Strassenliga Ostschweiz wurde das Ergebnis mit Spannung erwartet. Die Balkan Kickers wurden zum fairsten Team ihrer Kategorie erkoren und haben sich somit für den Swiss Cup 2017 am 21. Oktober in Biel qualifiziert. Wir gratulieren recht herzlich zu diesem Erfolg und drücken weiter die Daumen.